Bielefelder Kreisbahnen


Am 1. April 1901 wurde der der Betrieb der „Schmalspurbahnen des Landkreises Bielefeld“ mit dem Startbahnhof „In der Pottenau“ an der Herforder Straße, in nördlicher Richtung über Schildesche nach Enger aufgenommen. Der Startbahnhof lag lediglich ca. 800 m vom Bahnhof der Deutschen Staatsbahn entfernt, zu der später eine Normalspurige Verbindung hergestellt wurde. 1910 wurde der neue Kreisbahnhof 1an der Eckendorfer Straße in Betrieb genommen. In Enger wurden die Linien der Herforder Kleinbahn GmbH erreicht, mit der bis 1934 eine Betriebsgemeinschaft bestand und ein Gemeinschaftsbahnhof mit der Herforder Kleinbahn in Enger betrieben wurde.

Zusätzlich zweigte in Schildesche westwärts eine Strecke nach Werther ab. 1909 wurde eine Strecke über Heepen nach Eckendorf in Betrieb genommen. Eine weitere direkte Verbindung nach Bad Salzuflen wurde zwar geplant, aber nie realisiert. Die Eckendorfer Strecke wurde bereits am 31.05.1922 wegen mangelnder Rentabilität eingestellt und abgebaut. Die Bielefelder Kreisbahnen wurden 1913 Eigentümer zahlreicher Gleisanschlüsse, welche in Normalspur betrieben wurden. Zusätzlich wurde 1926 eine normalspurige Güterstrecke in das Sudbrackgebiet gebaut und betrieben.

Der Personenverkehr der Bielefelder Kreisbahnen wurde auf den Strecken Bielefeld - Werther und Bielefeld - Enger bis zum 13 .Februar 1954 aufrechterhalten, welcher in der Kriegs- und Nachkriegszeit einen Höhepunkt erreicht hatte. Der Güterverkehr auf der Strecke nach Enger wurde 30.April 1955 eingestellt Die Strecke nach Werther wurde bis zum 01. August 1956 mit Güterverkehr betrieben. Danach wurde auch dieser Streckenast stillgelegt. Eine geplante Übernahme von Teile des Betriebes durch die Stadtwerke Bielefeld wurde vom Kreisrat abgelehnt.

Die schmalspurigen Gleise wurden nach Beendigung des Betriebes abgebaut, die normalspurigen Trassen wurden von der DB weiterbetrieben. Nach und nach wurden die durch die DB betriebenen Streckenteile stillgelegt und abgebaut. Heute finden sich nur noch wenige Streckenteile, die an die Sudbrackbahn erinnern.

Einige Trassenteile werden heute noch als Stadtbahntrassen weitergenutzt. So zum Beispiel die Kleinbahntrasse zwischen der heutigen Haltestelle Johannesstift und der Endhaltestelle Schildesche.

Andere Trassen sind heute noch als Wanderwege vorhanden bzw. werden von der Stadtverwaltung für eine evtl. zukünftige Verwendung freigehalten.

 



 

Strecken & Stationen der Bielefelder Kreisbahnen

km Station km Station
6,7 Runkelkrug
_,_ Hassebrock
_,_ Heeper Fichten
0,0 Bielefeld Kreisbahnhof
0,6 Bielefeld Herforder Straße
1,5 Bielefeld Johannesstift
3,3 Bielefeld Schildesche
 
4,7 Theesen Süd 4,7 Theesen
5,6 Gellershagen 6,2 Kahlerkug
6,8 Babenhausen 7,3 Horstheide
8,7 Dornberg 9,2 Jöllenbeck
9,4 Dornberg-Lückinghof 12,1 Pöddinghausen
11,2 Isingdorf 14,7 Enger Süd
12,8 Tannenkrug 16,0 Enger
13,9 Werther